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A bis C



Begriffe mit A...
A-Link
Hyperlink in WinHelp und HTML Help, bei dem von einem Anker aus mehrere Textstellen
angesprungen werden können (1:n-Beziehung). Im Gegensatz zum K-Link werden die
verwendeten Stichworte nicht in den Index der WinHelp-Datei aufgenommen.
a/b-Adapter
Gerät, das den Anschluß analoger Geräte im ISDN erlaubt.
AAAA-Record
Spezieller Eintrag eines DNS-Servers, der die IPv6-Adresse eines Hosts enthält.
Account
Der Account ist die Zugangsberechtigung zu einem Computer, einer Mailbox oder einem
Online-Dienst. Der Account besteht zumindest aus einem Benutzernamen und einem
persönlichen Paßwort.
ACK
ACK steht für Acknowledge. Dabei handelt es sich um ein Steuerzeichen zum Anfordern
neuer Eingaben (Software-Handshake). Wird als Antwort auf ETX gesendet, wenn die
Eingabe abgearbeitet wurde. Wird auch allgemein für eine positive Bestätigung von irgend
etwas gebraucht. Das Gegenstück ist NAK.
ACL
Eine Access Control List bezeichnet eine Zuordnung von Netzwerkdiensten zu Rechnern,
die diese Dienste nutzen dürfen.
ACME
Platzhalter für den Namen einer imaginären Firma, die Produkte zweifelhafter Qualität
herstellt.
Acrobat
Eine Software von Adobe, die mit PDF-Dateien umgehen kann.
Active Desktop
Mit dem Microsoft Internet Explorer zusätzlich installierbare Erweiterung der
Benutzeroberfläche von Windows-Betriebssystemen. Merkmal ist eine weitgehende
Browser-Integration, bei der Teile der Benutzeroberfläche mit DHTML-Seiten realisiert sind.
Active...
Vorsilbe, die die Marketingabteilung der Firma Microsoft neuerdings allen Standards und
Produkten des Hauses verleiht. Ein paar Beispiele:
Active Animation ActiveMovie Active Statement
Active Channels Active Platform Active Setup
Active Desktop Active Server Active VRML
Active Internet Active Server Pages ActiveX
Mit Spannung wird erwartet: Active NT, Active Office...
ActiveMovie
Neuere Softwareschnittstelle zur Ansteuerung von Multimedia-Geräten auf Windows-PCs.
ActiveMovie setzt mehrere austauschbare Treiber ein, die beim Abspielvorgang
zusammenarbeiten. Auf diese Weise ist ActiveMovie bei der Auswahl der Datenquelle
flexibler als die ältere MCI-Schnittstelle.
ActiveX
Bezeichnung der Firma Microsoft für ihre OLE-fähigen Varianten zur Erweiterung des
WWW. Folgende Analogien zur Microsoft-Terminologie bestehen:
Microsoft Rest der Welt
ActiveX-Scripting, VBScript JavaScript
(ActiveX) ISAPI CGI, NSAPI
ActiveX-Control Java-Applet, Plug-in
ActiveX-Control
ActiveX-Controls sind eine von Microsoft entwickelte Methode, einen Browser um von
einem Server geladene Programme zu erweitern. Bisher stehen ActiveX-Controls nur für
das Betriebssystem Windows und neuerdings auch für den Macintosh zur Verfügung.
Siehe auch:COM, OCX, MactiveX, Plug-in
AdClick
Anzahl der vom Benutzer tatsächlich aufgerufenen Verweise, die hinter einem Werbe-
Banner auf einer Web-Page liegen. Siehe auch:Hit, Visit, PageView
Adresse
Methode, um eine bestimmte Person auf einem bestimmten Host zu spezifizieren. Besteht
i.d.R. aus der Benutzerkennung, einer Bezeichnung des Hosts und verschiedenen
Sonderzeichen. Sehr verbreitet ist die Domain-Adressierung, die sich immer mehr
durchsetzt (z.B. info@groovedan.com). Die Adresse nach dem Prinzip der Domain-
Adressierung wird meistens als eMail-Adresse bezeichnet.
ADSL
Die Asymmetric Digital Subscriber Line ist eine Variante des DSL, bei der upstream mit
geringerer Datenrate (640 KBit/s) als downstream (bis 9 MBit/s) gearbeitet wird.
AFAIK
Jargon: As far as I know, dt. "Soviel ich weiß".
Agent
Ein Agent ist ein Programm, das einen Auftrag annimmt und diesen selbständig ausführt.
Siehe auch:Bot
AGP
Der Accelerated Graphics Port ist ein Interface für die Ansteuerung von speziellen Grafik-
Karten. Dabei sollen bis zu 266 MByte/s bzw. 533 MByte/s im 2x-Modus erreichbar sein.
AGt
Dieses kryptische Kürzel steht für Anschaltgerät und ist Postdeutsch.
AKA
AKA steht für Also known as. Auch Alias. Hier: Eine weitere Adresse, unter der der gleiche
User bzw. die gleiche Site bekannt ist.
Akustikkoppler
Ein Akustikkoppler ist eine besondere Bauform des Modems, die über Muffen an den Hörer
und das Mikrofon des Telefonapparates gekoppelt wird. Der Akustikkoppler kann dadurch
auch in Telefonzellen ohne Eingriff verwendet werden. Einige Postämter bieten aber bereits
"Steckdosenzellen" ohne Telefonapparat zum Anschluß eines Modems an. Akustikkoppler
sind überholt und finden heutzutage keine Verwendung mehr. Alte DFÜ-Hasen erinnern
sich "gerne" an Downloads mit Akustikkopplern zurück. Kurz vorm Ende einer längeren
Datenübertragung ein Kratzen im Hals, ein Husten -- und die Verbindung brach zusammen.
Nostalgie...
Alias
Ein Name, üblicherweise kurz und einfach zu merken, der in einen anderen Namen
übersetzt werden kann, der oft lang und schwer zu merken ist. Beispiele:
DNS
Weiterer Name, mit dem derselbe Rechner angesprochen wird.
eMail
Klarspachlicher Name eines Benutzers, hans.maier@t-online.de statt
030123456@t-online.de.
UNIX
Kurzbefehl, ll statt ls -l -a.
Alpha-Version
Vorabversion einer Software, die noch nicht den vollen Funktionsumfang hat. Siehe
auch:Beta-Version
Alphakanal
Nicht sichtbarer Farbkanal in Rastergrafiken mit 32-Bit, der für Transparenz und
Überlagerungen verwendet wird.
AltaVista
Beliebter Suchservice im Internet, in englischer Sprache und auch in deutscher Sprache
verfügbar. Siehe auch:AltaVista, Lycos, Yahoo Siehe auch:Lycos, Yahoo , Google
AM
AM bezeichnet eine öffentliche Nachricht (allgemeine Mail) in einem Netz. In der
Funktechnik steht AM für Amplituden-Modulation.
AMI
Der Alternate Mark Inversion-Code ist ein Verfahren zur Datenübertragung im ISDN. "0"-
Bits werden mit einem elektrisch neutralen Potential dargestellt, während "1"-Bits
abwechselnd als positives oder negatives Potential dargestellt werden. Auf diese Weise
wird ein technisch erforderliches Taktsignal in den Informationsfluß integriert. Siehe
auch:HDB3, PCM
analog
Eine analoge Größe kann unendlich viele Zustände annehmen. So kann z.B. das
Ausgangssignal eines Mikrofons einen beliebigen Spannungspegel annehmen. Siehe
auch:digital
animated GIF
Eine Variante des Grafikformats GIF, bei der mehrere Einzelbilder in einer Datei
gespeichert sind. Diese können dann in einer filmähnlichen Abfolge angezeigt werden.
ANIS
Kein Gewürz, sondern die Abkürzung für Analoger Anschluß an ISDN-Vermittlungsstelle.
ANIS kommt aus dem Postdeutsch.
anisochrone Verbindung
Siehe:asynchrone Verbindung
Anker
Syntaktische HTML-Struktur, die Hyperlinks realisiert, z.B. <A HREF="ziel.htm">.
Anlagenanschluß
Telefonanschluß, an dem im Euro-ISDN eine Telefonanlage betrieben werden kann. Im
nationalen ISDN heißt der Anlagenanschluß "Punkt zu Punkt-Konfiguration". Siehe
auch:Mehrgeräteanschluß
anonymous FTP
Siehe:FTP
anonymous uucp
Ein Account auf einer Site, die den UUCP-Mechanismus frei zugänglich macht. Meist für
Downloads von PD-Software, Textdokumente, Programmlistings und ähnliches.
ANSI
ANSI steht für American National Standards Institute und bezeichnet das amerikanische
Normungsinstitut, das mit dem DIN-Institut vergleichbar ist. Normt alles, von der
Programmiersprache bis zum Fahrradhelm. Oft auch für ANSI-Terminalemulation
verwendet.
Answer
Modem-Betriebsart. Gegenstück zum Originate-Modus.
Antialiasing
Rechnerisches Verfahren, das bei niedrigaufgelöster Bildschirmdarstellung von
Rastergrafiken und Buchstaben unschöne, treppenartige Kanten zu entschärfen hilft und
die Auflösung erhöht. Dies erfolgt durch das Errechnen von Farbverläufen zwischen der
Objekt- und der Hintergrundfarbe. Siehe auch:Dithering
Anycast
Adressierungsart von IP-Paketen, die mit dem IPng eingeführt werden soll. Ähnlich dem
Multicast, werden dabei einem IP-Paket mehrere Empfängeradressen mitgegeben. Das
Paket wird dann an denjenigen Empfänger gesendet, der sich im Netz möglichst nahe am
Sender befindet. Siehe auch:Broadcast, Unicast
AOL
America Online, kommerzieller Online-Dienst mit Einwahlknoten in aller Welt, vorwiegend
natürlich in den USA.
Apache
Ein UNIX-Web-Server, der bei über der Hälfte aller Sites eingesetzt wird. Apache ist
Freeware und basiert auf dem NCSA-Web-Server. Es waren soviele Patches der NCSASoftware
im Umlauf, daß sich der Name Apache daraus ergab.
APC
APC steht für International Association for Progressive Computing und bezeichnet einen
internationalen Zusammenschluß weltweit operierender Netze aus den Bereichen Politik,
Ökologie, Menschenrechte und Friedenspolitik. Hervorgegangen aus dem PeaceNet durch
Vereinigung mit EcoNet und ConflictNet. Betrieben wird APC vom Institute for Global
Communications (IGC) in San Francisco und seinen Partnern AlterNex in Rio de Janeiro,
Chasque in Uruguay, FredsNaetet in Stockholm, GlasNet in Moskau, GreenNet in London,
Nicarao in Managua, EarthNet in New South Wales und Web in Toronto. Dabei handelt es
sich in der Regel um einzelne relativ zentrale Sites, die oft über X.25-Netze erreicht werden
können. So hat eine Site oft Tausende von Benutzern. Der deutsche Partner ComLink (ein
Teil des CL-Netzes, auf dem auch APC verfügbar ist) ist insofern untypisch, als es sich um
relativ kleine Sites handelt, die relativ wenige Benutzer haben, aber über eine große Fläche
verteilt sind. Insgesamt deckt APC über 94 Länder mit über 15000 Benutzern ab. Ein
Schwerpunkt liegt dabei auf nicht industrialisierten Ländern. So werden zur Zeit
Zweigstellen in Bolivien, Costa Rica, Ecuador, Uruguay und Kenia aufgebaut. Die APCNewsgroups
sind gegen eine Kostenbeteiligung zugänglich.
API
Das Application Programming Interface ist eine dokumentierte Software-Schnittstelle, mit
deren Hilfe ein Programm die Funktionen eines anderen Programms nutzen kann.
Applet
Bezeichnung für ein kleines (Unter-)Programm. In einer Web-Seite kann ein Java-Applet
oder ein ActiveX-Control eingebaut werden. Dieses Applet wird dann vom Server geladen
und auf dem Klientenrechner ausgeführt.
AppleTalk
AppleTalk sind Kommunikationsprotokolle für den Apple Macintosh-Rechner. Die Protokolle
orientieren sich am OSI-Referenzmodell und ermöglichen so den Zugrif
u
d die
Erweiterung auf alternative Protokolle. AppleTalk unterstützt Ethernet, Token Ring und
ArcNet. Es kann im Verbund mit NetBIOS, TCP/IP, und DECnet in einem Netzwerk
betrieben werden. Fast alle Macintosh-Rechner haben eine Schnittstelle zu LocalTalk, dem
Verkabelungssystem von Apple.
Archie
Ein Service, der es erlaubt, Dateien auf FTP-Servern zu finden. Archie-Server suchen nach
Datei- oder Verzeichnisnamen, von denen man wenigstens einen Teil schon kennen muß.
Area
Dieser Begriff aus dem FidoNet bezeichnet eine Gruppe / Newsgroup / Brett. Eine Area ist
ein Diskussionsforum oder Aufbewahrungsbereich von Programmen und Daten zu einem
bestimmten Thema.
ARP
Das Adresse Resolution Protocol ist eine Methode, um Internet-Adressen in MACAdressen
(Ethernet-Adressen) umzuwandeln.
ARPA
Advanced Research Projects Agency. Heute DARPA genannt, die US-Behörde, die im
Auftrag des DoD das ARPAnet gegründet hat.
ARPAnet
Ein paketvermitteltes Netz aus den frühen 70ern. Der "Großvater" des heutigen Internet.
ARPAnet wurde im Juni 1990 aufgelöst.
Artikel
Dieser Begriff stammt aus dem Usenet: Ein Artikel im Zeitungssinn, der für die
Netzöffentlichkeit bestimmt ist, und in einer Newsgroup, einer Area oder einem Brett
gepostet wird. Steht im Gegensatz zu einer persönlichen Mail, die an einen einzelnen
Adressaten gerichtet ist. Persönliche Nachrichten werden im Usenet als PMs/Netmails
bezeichnet.
ASAP
Jargon: As Soon As Possible, dt. "So schnell wie möglich!".
ASCII
American Standard Code for Information Interchange, amerikanischer Zeichencode.
Ursprünglich eine Zeichenkodierung mit 7 Bits. Da z.B. deutsche Umlaute in diesem
Zeichencode nicht vorhanden sind, gibt es immer wieder Probleme beim Austausch von
Nachrichten oder Texten mit Zeichen, die nicht im ASCII definiert sind. Es gibt viele
Varianten eines ASCII-Codes mit 8 Bits, von denen die am weitesten verbreiteten Formen
die Kodierung nach IBM-PC-ASCII, nach Roman-8 (HP-Drucker) und nach Windows-
Zeichensatz sein dürften. Versuche einer 8-Bit-Normung unternahmen u.a. IBM und
Microsoft mit den DOS-Codepages und auch die ISO.
ASP
Die Active Server Pages sind ein Standard der Firma Microsoft, mit dem die Ausführung
der Script-Sprachen JScript und VBScript auf dem Web-Server ermöglicht wird.
assoziativer Link
In WinHelp eingesetzter Link auf mehrere Hilfethemen. Wenn man einen solchen Link
aktiviert, werden mehrere Sprungziele zur Auswahl angeboten.
asynchrone Kompression
Bezeichnung für ein Kompressions-Verfahren, bei dem die Komprimierung wesentlich mehr
Rechnerkapazität benötigt als die Dekomprimierung.
asynchrone Verbindung
Verbindung ohne Übertragung eines Datentaktes. Anfang und Ende eines Datenworts
müssen durch Start- und Stopbits markiert werden. Manchmal auch anisochron genannt.
Das Gegenteil ist eine synchrone Verbindung.
AT-Befehlssatz
Kommandosprache zur Modem-Ansteuerung. Siehe auch:Hayes-Befehlssatz
ATM
Der Asynchronous Transfer Mode ist eine Technologie zur Datenübertragung mit hohen
Bandbreiten (155 MBit und mehr). Im ATM kann durch Verwendung kleiner Datenpakete,
sogenannter Cells, benötigte Bandbreite dynamisch angefordert werden.
Attachment
An eine eMail angehängtes Binary, das mitversendet wird. Da nur ASCII-Daten übertragen
werden können, werden die Binaries vorher mittels MIME, UUEncode oder Binhex
umgewandelt. Probleme entstehen, wenn der Provider oder Online-Dienst große eMails
ablehnt oder in mehrere kleine eMails aufteilt.
Attribut
Ein Attribut qualifiziert die Eigenschaften eines HTML-Tags, z.B. <P ALIGN="CENTER">.
AU
Von der Firma Sun definiertes Audioformat.
Auditing
Englisch für "Überwachung": die Kontrolle des Netzwerks und des Umgangs der Anwender
mit diesem Medium.
Authenticode
Ein Ansatz der Firma Microsoft, ActiveX-Objekte mit Hilfe von Verschlüsselungsverfahren
zu authentifizieren. Im Gegensatz zu Java-Applets unterliegen ActiveX-Objekte nämlich
keinen Beschränkungen und können so z.B. Viren oder andere unangenehme
Begleiterscheinungen enthalten bzw. hervorrufen. Deswegen sollte jedes ActiveX-Objekt
eine digitale Unterschrift des Programmierers enthalten, damit sichergestellt ist, daß das
geladene Objekt noch im Originalzustand ist.
Avatar
Ein Avatar ist die Repräsentation einer natürlichen Person in einer VRML-Welt, die für
mehrere Besucher ausgelegt ist. Der Avatar wird für andere Benutzer einer MUVR an
derjenigen Position in die VRML-Welt eingezeichnet, an der sich der zugeordnete Benutzer
gerade befindet.
AVI
Audio Video Interleaved, ein von Microsoft eingeführter Standard für Audio- und
Videodaten. AVI-Dateien sind eine spezielle Implementation des RIFF-Dateiformats. Sie
können recht unterschiedliche Daten enthalten, für die das passende CODEC installiert
sein muß.
AWD
Automatische Wähleinrichtung für Datenverbindungen. Postdeutsch.
AWT
Der Abstract Window Toolkit ist eine Java-Bibliothek, die eine auf allen Rechnern gleiche
Schnittstelle zum Betriebssystem realisiert.
Begriffe mit B...
B-Kanal
Ein B-Kanal enthält die Nutzdaten einer ISDN-Verbindung, z.B. die Sprache beim
Telefonieren. Jeder ISDN-Basisanschluß hat zwei B-Kanäle, wobei mit jedem B-Kanal eine
eigene Verbindung aufgebaut werden kann. Mit jedem B-Kanal können genau 64000 Bit/s
bzw. 62,5 KBit/s übertragen werden. Siehe auch:D-Kanal, S 0, S 2M
Backbone
Im Mail-Bereich meist ein zentraler Rechner, der in der Lage ist, alle Mail-Adressen
entweder aufzulösen (also eine Route bzw. einen Weg zu einer Adresse zu finden) oder
definitiv festzustellen, daß es sich um eine ungültige Adresse handelt.
Backbones sind meist größere Rechner mit Internet-Anschluß, Domain-Name-Server und
all.all-Newsgroups. Den Backbone eines Netzes bilden mehrere solche Rechner, die über
besonders schnelle Übertragungswege miteinander verbunden sind. Man unterscheidet
stern- und ringförmige Backbone-Netze. Mit zunehmender Größe des Internet nimmt
jedoch die Wahrscheinlichkeit einer relativ 'wilden' Topologie zu. Die Backbones der
deutschen ISPs haben im allgemeinen eine Bandbreite von mindestens 2 Mbps während
der wichtigste US-Backbone mit 43 Mbps arbeitet und die US-Staaten untereinander
verbindet. Siehe auch: Internet, Domain, Newsgroups
Backup
Ein Backup ist eine technische Einrichtung oder eine Maßnahme, auf die im Notfall
zurückgegriffen werden kann. Insbesondere die regelmäßige Kopie aller Datenbestände
auf ein anderes Speichermedium wird als Backup bezeichnet.
Bandbreite
Unter Bandbreite wird in der DFÜ die Frequenzbandbreite des Telefons bezeichnet. Damit
ist die Größe des Frequenzbereiches gemeint, der über Telefon übertragen werden kann.
Bei einem Frequenzbereich von typisch 300 bis 3400 Hz ist die Bandbreite 3100 Hz. Da die
Grenzbereiche teilweise abgeschwächt werden (Dämpfung), sind etwa 3000 Hz nutzbar.
Unter optimalen Bedingungen kann die Bandbreite auch größer sein.
Bang
Eine explizite Wegangabe, wie eine MSG in einem Netzwerk von Rechner A zu Rechner B
gelangt. Siehe auch: Path
Banner
Englisch für "Werbeband", eine auf einer Web-Seite integrierte Grafik, die oft mit einem
Hyperlink hinterlegt ist. Zur Auswertung des Zielgruppenverhaltens sind diese Links fast
immer mit einem Protokollmechanismus zur Erfassung von AdClicks ausgestattet.
Basisanschluß
Ein ISDN-Anschluß, der zwei B-Kanäle und einen D-Kanal umfaßt. Die Telekom bietet
Basisanschlüsse im Euro-ISDN in den Konfigurationen Mehrgeräteanschluß und
Anlagenanschluß an. Siehe auch: Primärmultiplexanschluß
Batch
Batch bedeutet soviel wie "Stapel". Dieser Begriff stammt aus der Steinzeit der
Datenverarbeitung, als Programmanweisungen noch auf Lochkarten kodiert waren, die
zusammen einen Stapel bildeten. Eine Liste von Anforderungen, die in einer vorgegebenen
Reihenfolge abgearbeitet werden, z.B. eine Liste zu übertragender Dateien, eine Liste zu
verarbeitender Mails oder News, eine Liste abzuarbeitender Systembefehle.
Baudrate
Die Baudrate gibt die Anzahl der Zustände des übertragenen Signals pro Sekunde an. Die
Baudrate (auch Schrittgeschwindigkeit) wird in der Einheit Baud gemessen. Multipliziert
man die Anzahl der Bits pro Zustand mit der Baudrate, so erhält man die Bitrate. Nur wenn
die Anzahl der Zustände genau zwei ist (das heißt mit einem Zustand genau ein Bit codiert
wird) ist die Baudrate gleich der Bitrate. Bei V.22bis wird bei einer Baudrate von 600 Baud
mit jedem der sechzehn Zustände ein Nibble (4 Bit gleichzeitig) codiert. Insgesamt werden
4*600=2400 Bit/s übertragen. Die Bitrate ist also 2400 Bit/s.
Baustein
Deutsche Bezeichnung für einen Chip oder ein Elektronik-Modul.
Der Baustein als technologisches Gesamtkonzept wurde von Ole Kirk Christiansen
erfunden, dessen Erfindungen auch heute noch jedem Ingenieur ein Begiff sind.
BBN
Bolt, Beranek and Newman Systems and Technologies Corporation. Betreibt das NOC des
ARPAnet, die NICs von NSFnet und CSnet sowie den Zentralrechner des CSnet.
BBR
Der Backbone-Ring bezeichnet die Serverstruktur zur Verteilung der Echomail, die seit
Mitte Oktober '90 im deutschen FidoNet benutzt wird. Aufgrund persönlicher Differenzen
zwischen zwei Fraktionen ins Leben gerufen.
BBS
Bulletin Board System. Der amerikanische Begriff für das, was im Deutschen
fälschlicherweise Mailbox genannt wird. Ein BBS besteht aus den Mailboxen der Benutzer
(deren Postfächer) und den Bulletin Boards, den Brettern. Sein Betreiber ist der SysOp
(System Operator).
BCC
Blind Carbon Copy, Kopien einer Mail an weitere Empfänger, von denen dem Empfänger
aber nichts mitgeteilt wird. Siehe auch: CC
BDC
Backup Domain Controller: Ein Domain-Controller, der für einen PDC einspringt, wenn
dieser ausfällt.
Bell103
Amerikanisches Übertragungsprotokoll mit 300 Bit/s, ähnlich V.21.
Bell201
Amerikanisches Übertragungsprotokoll mit 1200 Bit/s, ähnlich V.26.
Bell212A
Amerikanisches Übertragungsprotokoll mit 1200 Bit/s, ähnlich V.22.
Bells and whistles
Englisch für "Glocken und Pfeifen", Beschreibung für Software, die "alles kann".
BelWü
Landesforschungsnetz von Baden-Württemberg, 1987 gegründet. Das erste große IP-Netz
in Deutschland. In Baden-Wü
ttemberg
hat BelWü eine Art Monopolstellung als Provider.
Benutzerkennung
Der Name, mit dem der Benutzer sich dem Computersystem gegenüber identifiziert. Auch
Benutzername. Dies kann ein Realname, ein Pseudonym oder eine Abkürzung sein.
Beta-Version
Version einer Software, die vor dem Verkauf an ein ausgewähltes Publikum verteilt wird, so
daß noch vorhandene Fehler in diesem Feldtest gefunden werden. Im Gegensatz zur
Alpha-Version sollen vor dem Verkauf keine neuen Funktionen mehr programmiert werden.
BIGFON
Breitbandiges Integriertes Glasfaser-Ortsnetz.
Bimodem
bidirektionales Übertragungsprotokoll. Arbeitet im Gegensatz zu den üblichen Protokollen
wie Kermit, X-Modem, Z-Modem in beide Richtungen gleichzeitig. Während der laufenden
Übertragung kann auf Kosten der Geschwindigkeit gechattet (denglisch: "geschwatzt")
werden. Es können während der Übertragung noch weitere Dateien zur anschließenden
Übertragung bereitgestellt werden. Nur auf IBM-kompatiblen Rechnern verfügbar.
Maximale Blockgröße 4KB. Sehr hoher Datendurchsatz (fast 100%).
Binary
Mit UUEncode oder MIME in Binärdaten umgewandelte Bilder, Software oder andere
Daten. Binaries können per eMail oder in Newsgroups übertragen werden.
BIND
Der Berkeley Internet Name Domain-Daemon ist die am weiteste

verbreitete
Implementation eines DNS-Servers.
Bindery
In Novell-Netware-Servern bis Version 3.12 verwendete Datenbank, in der Informationen
über Benutzer, Paßwörter und Zugriffsrechte gespeichert werden.
Binhex
BINary HEXadecimal, eine Methode der Dateikonvertierung auf Apple Macintosh-
Rechnern. Siehe auch: Attachment, UUEncode, MIME
Bit
Binary digIT, kleinste Informationseinheit in der Computertechnik. Die Information eines
Bits ist 0 oder 1. Alle Daten setzen sich aus Bits zusammen.
bit bucket
Universeller Daten-Mülleimer, nimmt die herausfallenden Bits einer Schiebe-Operation des
Prozessors auf. An diesem geheimnisvollen Ort (UNIX: /dev/null) verschwinden nur die
allerwichtigsten News und eMails.
Bitmap
Andere Bezeichnung für eine Rastergrafik.
BITNET
Because It's Time NETwork. Ein universitäres Computernetz, das ursprünglich aus IBMGroßrechnern
mit VMS-Betriebssystem bestand, die über 9600 bps-Standleitungen
verbunden waren. Vor relativ kurzer Zeit wurde BITNET mit dem CSnet
(Computer+Science Network), einem weiterem universitären Netz, zum CREN (The
Corporation for Research and Educational Networking) verschmolzen. Basis sind immer
noch IBM-eigene Transportprotokolle. Das europäische Pendant ist das EARN.
Bitrate
Anzahl der übertragenen Bits pro Sekunde (Übertragungsgeschwindigkeit). Gemessen wird
in Bit/s oder bps. Die Bitrate ist nur in Sonderfällen mit der Baudrate identisch!
BK
Breitbandkabel (Kabelfernsehen). Postdeutsch.
BLOB
Ein Binary Large Object ist normalerweise zu groß, um es über das Internet zu
transferieren. Im Datenbankjargon sind BLOBs größere Datenblöcke, die an einen
Datensatz angehängt werden können.
Blue Ribbon
Symbol der Free Speech Campaign der EFF im Internet. Die Free Speech Campaign tritt
für eine freie, das heißt vollkommen unzensierte, Veröffentlichung im Internet ein. Siehe
auch: CDA
Blue Screen
Als Blue Screen wird ein besonders schlimmer Programm- oder Systemfehler bezeichnet.
Viele Betriebssysteme zeigen solche Fehler ganzseitig auf blauem Hintergrund an.
BOB
Der Bag of Bits bezeichnet in Zusammenhang mit ESD das Produkt bzw. die verschlüsselte
Datei, die im Internet transportiert wird.
Body
Der Body ist die eigentliche Nachricht, ohne die Zustellungsinformationen wie Header und
Envelope.
BoF
Birds Of a Feather sind Veranstaltungen des IETF, bei denen neue Ideen, Protokolle oder
Formate initiiert werden.
bogo
bogo von bogus, englisch für "unecht". Vorsilbe für einige computerspezifische Ausdrücke,
z.B. Bogometer oder Bogomips, die anzeigt, daß es sich nicht um das Original handelt.
Bookmark
Englisch für "Lesezeichen". Mit der Bookmark-Funktion merkt sich der Surfer eine
interessante Adresse in seinem Browser.
BOOTP
Das Bootstrap Protocol dient dazu, Rechnern, die ihr Betriebssystem über ein Netzwerk
laden, eine Netzwerkadresse zuzuordnen. Siehe auch: DHCP
BossNode
(FidoNet) Die Mailbox, die für einen Point die Nachrichten sammelt und auf Abruf
bereitstellt.
Bot
Kurz für "Robot", bezeichnet ein Programm, das einen Auftrag annimmt und dann recht
selbstständig ausführt. Im Prinzip dasselbe wie ein Agent, nur daß die Konnotation mehr
Selbständigkeit suggeriert.
Bounce
Automatisch generierte Fehlermeldung als Antwort auf eine falsche oder ungültige eMail.
bps
Englisch für "bit per second". Siehe auch: Bitrate
Brett
Begriff für ein Diskussionsforum in deutschsprachigen Mailboxen. Entspricht Gruppe,
Newsgroup oder Area in anderen Netzen. Der Begriff Brett wird insbesondere im Z-Netz
und im MagicNet benutzt.
Bridge
Bridges verbinden Netzwerke miteinander. Sie arbeiten auf der Schicht 2 (Data-Link-Layer)
des OSI-Modells, transportieren also Datenpakete, ohne sie auszuwerten.
Broadcast
1. Methode, bei der Nachrichten an alle verteilt werden. Mail wird nicht im Broadcast-
Verfahren verteilt, News dagegen schon. Mails sind hier als PMs/NMs, News als
öffentliche Nachrichten zu verstehen.
2. Gleichzeitige Übermittlung von Netzwerkpaketen an mehrere Empfänger. Manche
Netzwerkprotokolle schicken Nachrichten als Broadcast an alle Teilnehmer ab,
wenn sie die Hardware-Adresse des Empfängers nicht kennen.
Siehe auch: Anycast, Multicast, Unicast
Browser
Englisch für "to browse = grasen, schmökern". Software, die es gestattet, von Servern im
Internet Informationen abzurufen. Die Browser-Software muß jeweils das auf dem Server
genutzte Datenformat unterstützen.
BTW
By The Way, dt. "Übrigens...".
BTX
Bildschirmtext, auch Datex-J oder T-Online. Service der Telekom für die
Telekommunikation über Telefonnetz. BTX unterscheidet zwischen Anbietern (meist
werbetreibende Unternehmen) und Benutzern (die Teilnehmer, die die Angebote bezahlen
sollen). BTX ist in Deutschland recht weit verbreitet und wird seine Benutzerzahlen wohl
aufgrund der viel zu guten Werbefeldzüge der Post noch steigern können.
Bulletin Board
Englisch für "Brett".
Bus
Allgemeine Bezeichnung für eine Datenleitung, an der mehrere Empfänger/Sender
angeschlossen sind.
Byte
Datenblock aus 8 Bits, es sind Zahlen von 0 bis 255 darstellbar. 1024 Bytes faßt man zu
einem KByte (Kilo...) zusammen. Weitere Abstufungen sind:
· KByte=1024 Byte (Kilo=Tausend)
· MByte=1024 KByte (Mega=Million)
· GByte=1024 MByte (Giga=Milliarde)
· TByte=1024 GByte (Tera=Bazillion ;-))
Begriffe mit C...
C++
In den Computersprachen C und C++ sind viele bekannte Betriebssysteme und
Programme, z.B. Windows, Navigator, geschrieben worden.
CA
Die Certificate Authority ist eine zentrale Vergabe-Instanz für digitale Verschlüsselungen.
Siehe auch: digitale Signatur
Cache
Ein Zwischenspeicher zwischen langsamen und schnellen Einheiten, in dem häufig
benötigte Daten abgelegt werden. Ein Cache wird zur Reduzierung von Zugriffszeiten
verwendet.
Call Center
Zentrale Rufnummer, unter der ein externer Dienstleister gegen Bezahlung eine Hotline
oder einen anderen Service anbietet. Siehe auch: CTI
Callback
Eine Möglichkeit, die Sicherheit von RAS zu erhöhen, indem der angerufene Server
zurückruft. Diese Methode geht davon aus, daß es schwierig ist, sich in Telefon-
Vermittlungsstellen einzuschalten.
CALS
Auf dem Computer-aided Acquisition and Logistics Support-System des DoD beruht eine
Anzahl von Standardisierungen, die in SGML-Dokumenten Anwendung finden. So fand z.B.
die CALS-Tabellenspezifikation Eingang in den HTML-Standard.
CAPI
Die Common Application Programming Interface ist eine in Deutschland gebräuchliche
Programmierschnittstelle für die herstellerunabhängige ISDN-Ansteuerung.
Carrier
Trägersignal, das von Akustikkopplern und Modems zur Erkennung von Sender und
Empfänger gesendet wird.
CBT
Als Computer Based Training werden Programme und Systeme bezeichnet, die das Lernen
am PC ermöglichen sollen.
CC
Carbon Copy, englisch für "Durchschlag". Kopie einer Mail an weitere Empfänger. Die
Nachricht muß nur einmal geschrieben werden und wird dann durch das Mail-
Transportsystem an die einzelnen Empfänger verteilt. Siehe auch: BCC
CCITT
Comite Consultatif International Telephonique et Telegraphique, ein internationales
Normungsgremium für Telefon und Telegraphie, an dem Vertreter von Post, Industrie und
Wissenschaft aus 159 Ländern teilnehmen. Die Normen zur Datenübertragung sind:
· Telefon = V-Normen
· Datennetze = X-Normen
· ISDN = I-Normen
Heute heißt dieses Komitee ITU-T.
CD-MO
Die Compact Disk Magneto Optical ist eine variante der CD-ROM, die öfter beschrieben
werden kann. Sie wird nur noch selten eingesetzt.
CD-ROM
Das Compact Disc Read Only Memory ist ein optischer Datenspeicher, der maximal 680
MByte Daten enthalten kann. Durch die allgemein akzeptierte Normung des
Aufzeichnungs- und des Dateiformats (ISO-9660) kann eine CD-ROM auf vielen
Rechnersystemen genutzt werden.
CD-WO
Die Compact Disk Write Once ist eine einmal beschreibbare CD-ROM, auf die mit heute
handelsüblichen Brenngeräten Daten geschrieben werden können. Siehe auch: Orange
Book
CDA
Der Communications Decency Act ist ein umstrittenes Gesetz, das 1996 in den USA in
Kraft trat. Dieses von Senator James Exon initiierte Gesetz stellte den Gebrauch von
"indecent language", dt. "ungebührlich, unanständig", unter empfindliche Strafe. Das
Gesetz wurde durch Grundsatzurteile des U.S. Supreme Court zum Teil außer Kraft
gesetzt bzw. entschärft. Siehe auch: Blue Ribbon
CDF
1. Das Channel Definition Format ist eine Beschreibung von Informationskanälen, die
als XML-Dokument realisert ist. Durch diesen Standard der Firma Microsoft sollen
die Push-Techniken vereinheitlicht werden.
2. Das Common Data Format ist ein abstraktes Datenmodell, das u.a. die
medienunabhänige Speicherung von Daten ermöglichst. CDF wurde von der NASA
entwickelt.
CEPT
Comite Europeen des Postes et Telecommunications, Konferenz der
Fernmeldeverwaltungen, die u.a. den nach ihr benannten BTX-Darstellungsstandard
erarbeitet hat.
CERN
Conseil E
rop
en pour la Recherche Nucleaire, ein Forschungsinstitut für Teilchenphysik
in der Schweiz. Dieses Institut ist "verantwortlich" für den explosionsartig anwachsenden
Datenverkehr im Internet, da hier das WWW erfunden wurde. Die 1989 begonnene
Entwicklung des WWW war ursprünglich dazu gedacht, Forschungsinformationen besser
verteilen zu können. 1992 entließ CERN das erste WWW-Anzeigeprogramm/Server-
Gespann in die Internet-Öffentlichkeit, was sogleich zu einem fast schon unheimlichen
Internet-Hype der Marketing-Strategen führte. Endlich bunte Bilder fürs Volk, statt dröger
Texte für Wissenschaftler! Durch die weitere Unterstützung von Presse, Funk und
Fernsehen wurden bereits etablierte Online-Dienste vom Markt gefegt... ;-)
CERT
Die Organisation Computer Emergency Response Team kümmert sich um Datensicherheit
im Internet.
CFD
Call For Discussion, dt. "Aufruf zur Diskussion" (Usenet).
CFO
Call For Opinion, dt. "Aufruf zu einer Meinungsumfrage" (Usenet).
CFV
Call For Vote, dt. "Aufruf zur Abstimmung" (Usenet).
CGI
Common Gateway Interface. Eine Schnittstelle zwischen WWW-Servern und Skripts oder
Programmen, die Benutzerantworten auf HTML-Formulare erzeugen. Üblicherweise
befinden sich CGI-Programme in einem speziellen Verzeichnis des HTTP-Servers, das von
außen nicht ohne weiteres eingesehen werden kann. Spezielle URLs (z.B. http://cgibin/
tuwas?aktion=laufen) rufen ein solches CGI-Programm auf, welches eine HTMLAntwortseite
auf die Anfrage generiert und an das Anzeigeprogramm sendet. Siehe auch:
cgi-bin, GET, POST
cgi-bin
Gebräuchlicher Verzeichnisname für CGI-Erweiterungen von Web-Servern. Oft wird der
Cache eines Proxy-Servers ausgeschaltet, wenn eine URL diese Zeichenfolge enthält.
Siehe auch: htbin
CGM
Das Computer Graphics Metafile soll es ermöglichen, Vektorgrafiken zwischen den
verschiedenen Rechnersystemen portabel zu machen. Siehe auch: EMF, WM


CHAP
Das Challenge Handshake Authentification Protocol ist eine sicherere Variante des PAP,
das für die Authentifizierung von Verbindungen mittels PPP eingesetzt wird. Ein Server
sendet dabei eine (zufällige) Bytesequenz, die der Klient dann mit einem gemeinsamen
Paßwort verknüpft und zurücksendet. Zusätzlich kann diese Authentifizierung während der
Verbindung öfter verlangt werden, um zu verhindern, daß jemand sich einfach nach der
Authentifizierung in die Leitung einschalten kann. Genau wie bei PAP kann auch der Klient
vom Server eine Authentifizierung verlangen.
Chasque
APC-Ableger in Uruguay.
Chat
"Unterhaltung", die über Tastatur und Bildschirm geführt wird. Chats mit nur zwei Partnern
werden oft auch als Talk bezeichnet. Siehe auch: IRC
chatten
Online-Unterhaltung zwischen (mindestens) zwei Usern mit Hilfe einer Mailbox. Bezeichnet
hauptsächlich die Unterhaltung zwischen SysOp und User.
Christiansen-Protokoll
Siehe: X-Modem
CIDR
Das Classless Inter-Domain Routing erlaubt es, IP-Adressen in größeren oder anderen
Gruppen zusammenzufassen als die bisherigen Netzklassen. Durch die Einführung von
CIDR wurden die Backbone-Router des Internets entlastet, die andernfalls die Last der
schnell wachsenden Verwaltungsinformationen nicht mehr effizient bewältigt hätten.
CIFS
Über das Common Internet File System sollen nach den Vorstellungen (und Gerüchten ;-)
der Firma Microsoft in Zukunft Dateiübertragungen im Internet bzw. in Intranets stattfinden.
Mit diversen Erweiterungen gegenüber den bisherigen Protokollen SMB, NFS, FTP und
HTTP soll sich dieser neue Standard behaupten. Siehe auch: WebNFS
CinePak
Ein CODEC für AVI-Dateien, ursprünglich für QuickTime entwickelt. CinePak ist der am
häufigsten eingesetzte CODEC, weil er bei etwas besserer Qualität weniger CPU-Zeit als
Indeo benötigt.
CIS
Diese Abkürzung steht für CompuServe Information Service und ist der von CompuServe
betriebene Online-Service (das, was oft mit CompuServe gemeint wird). Von anderen
Netzen aus sind die CIS-Teilnehmer unter
usernummer1.unsernummer2@compuserve.com erreichbar. Der Kundendienst ist unter
70006,101 (70006.101@compuserve.com) erreichbar. Derzeit hat CIS ca. 2,2 Millionen
Teilnehmer, davon sind rund 100.000 deutschsprachig.
CL-Netz
Ein semiprofessionelles deutschsprachiges Computernetz mit über 150 Mailboxen
überwiegend in Deutschland, aber auch in Österreich, Schweiz, Italien und Ex-
Jugoslawien. Weit gestecktes Themenspektrum mit Schwerpunkten im politischen,
ökologischen und sozialen Bereich. Viele Verbände und Interessengruppen und
Fachjournalisten zu diesen Themen sind im CL-Netz erreichbar. Viele seiner Sites nehmen
inzwischen auch an anderen Netzen teil. Die Vorstufe des CL-Netzes, die Mailbox LINKS,
wurde 1987 in München gegründet. Eine Sternstunde des Netzes war der Sommer 1989,
als die Bürgerrechtsbewegung in der DDR als "Zentrale_Greif" unter abenteuerlichen
Bedingungen ihre Erklärungen und Stellungnahmen verbreitete. Das CL-Netz kooperiert
mit der APC.
clickable Image
Eine Inline-Abbildung auf einer HTML-Seite mit sensitiven Flächen. Wird ein Punkt des
Bildes per Mausklick angewählt, werden die Koordinaten an den WWW-Server
zurückgegeben und dort von einem CGI-Programm ausgewertet.
Client
Siehe: Klient
Client/Server
Eine Technologie, bei der Datenbanken zentral auf einem Server verwaltet werden.
Klienten können Datenbanken über genormte Protokolle wie SQL oder ODBC abfragen.
Clipper-Chip
In den USA geplanter Verschlüsselungsbaustein, der sich nicht durchgesetzt hat. Der
Clipper-Chip sollte in alle Telefone und Computer eingebaut werden und alle Nachrichten
vor der Übertragung verschlüsseln. Dieser Baustein war vor allen Dingen deswegen
umstritten, weil für die Verschlüsselung eine Hintertür vorgesehen war, die von der NSA
und dem US-Finanzministerium genutzt werden konnte.
CLUT
Eine Color Lookup Table ist eine Tabelle der verwendeten Farben in indizierten
Rastergrafiken.
CMYK
Cyan, Magenta, Yellow, blacK bezeichnet das subtraktive Farbmodell beim Papierdruck.
Das K wurde als Buchstabe gewählt, um eine Verwechslung mit dem B aus RGB zu
vermeiden. Siehe auch: Rastergrafik
CODEC
Coder/Decoder, eine Einrichtung zur Wandlung von analogen in digitale Signale und
umgekehrt.
Neuerdings auch als Compressor/Decompressor interpretiert, z.B. in Zusammenhang mit
ActiveMovie. Siehe auch: AVI, CinePak, Indeo
COM
Das Component Object Model ist ein Software-Standard der Firma Microsoft, mit dessen
Hilfe die Kommunikation zwischen Prozessen und Programmen realisiert werden kann.
COM definiert dazu eine objektorientierte Schnittstelle, mit der ein Programm oder eine
Software-Komponente Dienste zur Verfügung stellt. Dieser Standard soll dazu beitragen,
Software-Entwicklung durch den Einsatz von Komponenten Dritter zu vereinfachen. Siehe
auch: DCOM, OLE, OCX, ActiveX
Commando
1. Computer-Befehl
2. Unser Firmenname. Herkunft: Englisch für "Kommando(-truppe) ", aber auch
EXPEDITION". Kurzform von communication, marketing, documentation.
Anspielung auf die Commando-Shell in UNIX-Systemen.
Common Log Format
ASCII-Datei, in der die Zugriffe auf einen Web-Server mitgespeichert werden. Das
Aufzeichnungsformat der ersten NCSA-Web-Server hat sich als Standard etabliert.
Compressed HTML
Ein Standard der Firma Microsoft, der es ermöglicht, die Seiten einer ganzen Site bzw.
Online-Hilfe in einer Datei abzulegen. Zusätzlich sind Informationen wie z.B. Fenstergröße,
Inhaltsverzeichnis und Volltextindex in einer CHM-Datei abgelegt. Compressed HTML ist
Teil des HTML Help-Systems von Microsoft. Siehe auch: ITS
CompuServe
Betreiberfirma des kommerziellen Online-Informationssystems CIS. CIS ist eine Mischung
aus eigenen Newsgroups, Chat, Datenbanken usw. Von anderen Netzen aus sind die CISTeilnehmer
unter usernummer1.unsernummer2@compuserve.com erreichbar.
CompuServe gehört zur HR Block Company, die unter dem Kürzel HRB an der New Yorker
Börse notiert wird.
ConflictNet
bildet u.a. mit PeaceNet und EcoNet die APC. Befaßt sich mit der Konfliktbewältigung. Es
bietet Kriterien für die Wahl neutraler Dritter, beispielhafte Fallstudien, Bibliographien usw.
Content Provider
Eine Firma, die Inhalte und Informationen im Online-Bereich anbietet. Siehe auch: IPP, ISP
und PoP
Cookie
Ein Cookie ist eine Information, die ein Web-Server bei einem Klientenprogramm ablegt.
Damit lassen sich Zustände speichern, so daß ein Benutzer bei einem späteren Besuch
seine gewohnte Umgebung vorfindet. Cookies haben üblicherweise ein "Verfallsdatum",
nach denen sie gelöscht werden. Zu Sicherheit werden die Informationen eines Cookies
nur an den Web-Server zurückgegeben, der den Cookie ursprünglich angelegt hat.
CORBA
Kurz für Common Object Request Broker Architecture. Standard, der die Kommunikation
zwischen Objekten und Programmen regelt. Plattformunabhängige Version der OLE-
Schnittstelle unter Windows.
CR
Carriage Return = Wagenrücklauf, auch das Return-Zeichen wird als CR bezeichnet.
Cracker
Jargon: Jemand, der sich in böser Absicht unautorisierten Zugriff auf ein Rechnersystem
verschafft. Siehe auch: Hacker
Crashmail
Begriff aus dem FidoNet. Bezeichnung für eine persönliche Nachricht an einen User, die
vom System direkt an das Empfängersystem ausgeliefert wird.
CRC
Cyclic Redundancy Check, Prüfsumme, wird in Übertragungsprotokollen verwendet. Üblich
sind 16Bit-lange oder 32Bit-lange Varianten, kurz: CRC-16 und CRC-32. Eine CRC stellt
den Rest aus einer Polynomdivision dar. Implementationen sind allgemein als Quelltext
erhältlich.
CREN
Computer Research and Education Network. Entstand aus dem Zusammenschluß von
BITNET und CSnet.
Crippleware
Bezeichnung einer nicht funktionstüchtigen Demo-Version einer Software, die unter der
(falschen) Bezeichung "Shareware" verteilt wird.
Crossposting
Versenden eines News-Artikels in mehrere Newsgroups durch Angeben mehrerer
Gruppen, z. B. Newsgroups: de.group1,de.group2. Der Artikel wird dabei nur einmal
in die angegebenen Newsgroups übertragen. Crosspostings sind im Usenet nicht gern
gesehen, da sie Newsgroups unnötig "aufblähen". Deshalb sollten auch Newbies genau
überlegen, welcher Newsgroup sie ihre Fragen thematisch zuordnen und auf
Crosspostings
verzichten. Außerhalb von News muß ein crossgeposteter Artikel oft mehrmals übertragen
werden, einmal je Gruppe. So funktioniert dies zumindest im Usenet/Internet. Im MausNet,
FidoNet, Z-Netz usw. werden auch manuell in verschiedene Gruppen / Areas / Bretter
gepostete Texte als Crossposting bezeichnet -- und auch dort sind sie nicht gerne
gesehen.
CSLIP
Das Compressed Serial Line Protocol ist eine Variante des SLIP-Protokolls. Datenpakete
können mit einem Komprimierungsverfahren, der Van Jacobsen Header Compression,
schneller übertragen werden. Kurze Datenpakete werden dabei bis auf 3 Byte verkürzt.
Technische Angaben zur VJ-compression finden sich in RFC 1441.
CSMA
Carrier Sense Multiple Access, ein Verfahren, das es in Netzwerken erlaubt, mehrere
Stationen an nur einer Netzwerkleitung zu betreiben (z.B. CheaperNet).
CSnet
Computer Science Network. Ein großes Computernetz, hauptsächlich in den USA, aber
auch mit internationalen Verbindungen. 1981 von der NSF als Forschungs- und
Entwicklungsnetz gegründet. CSnet-Sites sind heute Universitäten,
Forschungseinrichtungen und einige Firmen. Heute mit dem BITNET zum CREN
verschmolzen.
CSS
Cascading Style Sheets ist ein Standard zur Beschreibung der Layouteigenschaften von
HTML-Dokumenten. Diese Layout-Beschreibungssprache soll den Konflikt zwischen der
Strukturorientiertheit von HTML-Dokumenten und den Layout-Wünschen der Web-Autoren
lösen. Siehe auch: CSS2, DSSSL, JSSS, XSL
CSS2
Cascading Style Sheets Level 2 ist eine CSS-Erweiterung, mit der unter anderem
verschiedene Ausgabeformate von Dokumenten (z.B. Anweisungen für das Umsetzen in
Braille-Schrift oder für die Vertonung) angegeben werden können.
CTI
Mit der Computer Telephone Integration können Services wie POTS oder FAX vom
Rechner aus gesteuert oder gar komplett übernommen werden. Dabei werden z.B.
Funktionen einer bereits vorhandenen TK-Anlage von einem Arbeitsplatz-Rechner aus
angesteuert. Siehe auch: Call Center, TAPI
CTS
Clear To Send, Sendebereitschaft, Signal der V.24-Schnittstelle.
CU-SeeMe
Ein im Internet verbreitetes Programm für Videokonferenzen. Bezeichnet gleichzeitig das
dafür genutzte Protokoll.
Cyberpunk
Ursprünglich von den Science-fiction- Autoren William Gibson und Bruce Sterling
erfundene Subkultur. Die Protagonisten ihrer Romane agieren in einer überindustrialisierten
und mittels Datennetzen virtualisierten Gesellschaft.
Cyberspace
Von William Gibson erfundener Begriff für die Welt hinter dem Bildschirm. Erstmals erwähnt